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Frauennetzwerk neu aufgestellt

Frauenkonferenz der IG Metall Landshut

17.06.2016 I Nach dem Gewerkschaftstag im letzten Jahr, stehen bei der IG Metall 2016 wieder die Organisationswahlen an. In diesem Zusammenhang veranstaltete die IG Metall Landshut am 4. Juni 2016 die 14. Frauenkonferenz der Geschäftsstelle.

In der Konferenz wurde unter anderem auch auf die Frauenarbeit der letzten vier Jahre zurückgeblickt. Zahlreiche Aktivitäten zu politischen Themen und zum Internationalen Frauentag wurden dargestellt.

Als Fazit stellten die Kolleginnen fest, dass Metallerinnen gemeinsam schon viel bewegt haben. Dennoch haben wir nicht alle unsere Ziele erreicht. Es gilt noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Für unsere Arbeit benötigen wir die jede Solidarität, denn es geht darum wie wir zukünftig UNSERE Arbeits- und Lebensbedingungen gestalten wollen.

11 Kolleginnen aus sechs kleinen, mittleren und Großbetrieben sind seit 14. Frauenkonferenz am 4. Juni 2016 die gewählten Vertreterinnen im Frauennetzwerk Landshut. Sie repräsentieren damit die Frauen aus zwei Branchen (Metall- und Elektroindustrie und Holz-Kunststoffbereich).

Birgit von Garrel (IG Metall Landshut), Claudia Klobensteiner (Himolla), Sabine Schwarzmeier (BMW DGF), Alexandra Fraunberger (MANN+HUMMEL), Karla Stamm (Rentnerin), Nicole Pasternak(BMW DGF), Tamara Lachmann (MANN+HUMMEL), Alexandra Schüll (ebmpapst), Edeltraud Hierold, Tamara Krah und Andrea Kohl (BMW Landshut) (es fehlt Gülsen Dural)

Der inhaltliche Schwerpunkt drehte sich dann um die Arbeitszeitdebatte innerhalb der IG Metall. „Wem gehört die Zeit?“ oder „MEINE Arbeit – MEIN Leben – MEINE Zeit“ – mit diesen Fragestellungen wurde zu acht Themenkomplexen diskutiert, so z.B. zu lebensphasenorientierte Arbeitszeit, Zeitsouveränität und flexible Arbeitszeiten, Arbeitszeiten bei Schichtarbeit und natürlich die Vereinbarkeit von Leben und Arbeit.

In der Diskussion wurde deutlich wie viel Erfahrung die Kolleginnen und Kollegen aus ihrer betrieblichen Arbeit mitbringen. Sie hinterfragten sehr kritisch die von Arbeitgebern als modern und zukunftsweisend angepriesenen Modelle in denen Zeitsouveränität und Flexibilität immer nur zugunsten des Betriebes ausgelegt werden. Klare Position aus der Konferenz war, dass sich Frauen in die Arbeitszeitdiskussion auf allen Ebenen einmischen müssen, um ihre frauenpolitische Sichtweise einzubringen. Das beginnt im Betrieb, geht über die Geschäftsstelle auf die Bezirksebene, die Tarifkommission bis hoch zum Vorstand.

Denn: Wer die Besten will, kann auf Frauen und ihre Meinung nicht verzichten.

Aufgelockert wurde die Konferenz durch die kabaretistische Einlagen von Marlies Blume welche durch den Konferenzraum fegte, sang und schwatzte und schwatzte und schwatzte - mit Leib und Seele, Händen und Füßen und mit ganz viel Herz für die Themen der Frauen. Mit ihrer Unverblümtheit, Liebenswürdigkeit und einem gewissen Touch von „Glamour“ begeisterte sie die Konferenzteilnehmerinnen.

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